Die wichtigsten Führerschein-Gesetzesänderungen 2026 in Deutschland
Das Jahr 2026 markiert einen wesentlichen Meilenstein im deutschen und europäischen Straßenverkehrsrecht. Durch das Inkrafttreten zentraler Bausteine der 4. EU-Führerscheinrichtlinie sowie flankierender nationaler Gesetzesänderungen gelten neue Maßstäbe für Kraftfahrer.
1. Der digitale EU-Führerschein auf dem Smartphone
Die flächendeckende Implementierung des digitalen EU-Führerscheins ermöglicht es Bürgern, ihren Führerschein direkt in einer zertifizierten digitalen Brieftasche (EU Digital Identity Wallet) auf dem Mobiltelefon vorzuweisen. Bei Polizeikontrollen im Bundesgebiet und im EU-Ausland genügt die verifizierte digitale Signatur. Die physische Scheckkarte bleibt weiterhin parallel gültig.
2. Cannabis-Grenzwerte im Straßenverkehr (§ 24a Abs. 1a StVG)
Nach der gesetzlichen Festlegung des neuen gesetzlichen THC-Grenzwerts auf 3,5 ng/ml Blutserum haben die Behörden auch die Beurteilungskriterien für Fahreignungsuntersuchungen (§ 13a FeV) angepasst. Wichtig: Für Fahranfänger in der zweijährigen Probezeit sowie Personen unter 21 Jahren gilt weiterhin ein striktes Nulltoleranzgebot (absolutes Konsumverbot).
3. Beschleunigte digitale Umschreibung bei den Fahrerlaubnisbehörden
Über das bundesweite OZG-Portal (Onlinezugangsgesetz) können Anträge auf Führerscheinumschreibung zunehmend rein digital eingereicht werden. Die Verifizierung von Dokumenten aus anerkannten Partnerstaaten erfolgt über gesicherte behördliche Datenschnittstellen, wodurch die Bearbeitungszeiten von ehemals 8–12 Wochen auf 2–4 Wochen gesenkt werden.


